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Viele betroffenen Familien erleben zuhause, wie belastend und aufreibend die Pflege ihres schwerkranken Kindes ist. Sie betreuen ihren Sohn oder ihre Tochter häufig über Monate, manchmal sogar Jahre. Sie müssen ständig verfügbar sein und funktionieren, auch nachts. Der drohende Verlust geht oft über die Kräfte der Eltern. Das kranke Kind steht im Mittelpunkt. Die Geschwister leiden häufig unter der Überforderung von Mutter und Vater - sie fühlen sich häufig an den Rand gedrängt.
Für die kranken Kinder ist ein stationäres Kinderhospiz ein Ort, an dem sie Liebe und Geborgenheit erfahren können - auch außerhalb ihrer eigenen Familie. Sie werden gemeinsam mit Eltern und Geschwistern aufgenommen. Hintergrund des Konzeptes: Die Eltern können sich von der täglichen Belastung erholen, das kranke Kind ist gut versorgt, die Geschwister werden nicht von der Familie getrennt.
Ein Anliegen der Kinderhospize ist es, dass die Kinder möglichst zuhause sterben können. Die Eltern erhalten Beratung, Mitarbeiter vermitteln Hilfsangebote am Wohnort. Die Familie soll so gestärkt werden. Auch die Begleitung am Lebensende ist vorgesehen. Das Kind kann aber auch im Kinderhospiz seine letzten Tage verbringen, wenn es zuhause nicht möglich ist. Vor allem in der Zeit des Abschiednehmens kann eine Begleitung durch das Team den Familien helfen, das Sterben ihres Kindes bewusst, liebevoll und in Würde zu gestalten. Die Angehörigen werden durch eine Trauerbegleitung beim Abschied nehmen unterstützt.
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Im Augenblick arbeiten fünf stationäre Kinderhospize in Deutschland (Olpe, Berlin, Hamburg, Syke und Düsseldorf), zwei weitere sind in Vorbereitung (Memmingen und Nordhausen). Kranke Kinder und ihre Familien können in der Regel maximal vier Wochen pro Jahr in einem stationären Kinderhospiz verbringen.
Die Zahl lebensbegrenzend erkrankter Kinder in Deutschland ist im Vergleich zu der Zahl sterbender Erwachsenen gering. Zur Zeit leben ca. 22.000 Kinder in Deutschland mit einer solchen Krankheit. Daher benötigt ein stationäres Kinderhospiz einen Einzugsbereich von 250 - 350 Kilometern, um ausgelastet zu sein. Ein weiteres Problem bei stationären Kinderhospizen ist, dass die laufende Finanzierung zum Großteil über Spenden gedeckt werden muss, da die Refinanzierung über Kranken- bzw. Pflegekassen maximal 50% beträgt. Daher raten Kinderhospizorganisationen von der weiteren Gründung stationärer Kinderhospize zur Zeit ab.
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